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elektrischer Münzautomat

 

Üblicherweise werden solche Münzautomaten für Waschmaschinen u.dergl. benutzt, um den Verbrauch unter Kontrolle zu haben. Man steckt oben rechts eine speziell geformte Münze rein (eine Wertmarke) und es wird für eine bestimmte festgelegte Zeit Strom für das angeschlossene Gerät freigegeben. - Es gibt die einfache Wechselstrom-Variante und die komplexere für Drehstrom. Ich hatte bei mir im Keller noch einen alten Münzautomat und wollte nun wissen, ob ich ihn wegwerfe, weil er kaputt ist oder ob ich ihn noch behalte. Es handelte sich um ein ‘einfaches’ Wechselstrom-Gerät - so viel war schon mal klar..

Wie überprüft man einen elektrischen Münzautomat auf Funktionstüchtigkeit, wenn er nicht angeschlossen ist?

 

 

 

Ich hatte mir ein altes Stromkabel mit Stecker auf der einen Seite und freien Enden auf der anderen Seite genommen. Man sieht es bei dem Foto unten links aus dem Kasten herauskommen. Man muß nun wissen, daß es sich bei dem Münzautomat prinzipiell um nichts anderes handelt als um einen einen einfachen Schalter, der jedoch noch seinen eigenen Strom braucht für die Elektronik. Es ist also ein ganz analoger Fall zum Notschalter für die Heizung. Dieser Strom für die Elektronik wird dem Automaten durch die beiden linken Adern - die schwarze (L1) und die blaue Ader (N) ermöglicht. Die beiden rechten schwarzen Leiter erfüllen die Funktion des einfachen Schalters, um die es ja eigentlich geht. Rechts kann man die Zeit einstellen. Mit einer 25 Watt-Lampe und einer Lampenfassung überprüfte ich, ob die Uhr des Automaten tatsächlich funktioniert. In diesem Fall, ob die Lampe tatsächlich 35 Minuten brennt und dann ausgeht. Auch ob der Übergang zweier Zeitintervalle (wenn man 2 Münzen einwirft) ohne Lichtflackern vor sich geht.

Bei Elektrokram ist selbstverständlich Vorsicht + Vorsicht und nochmals Vorsicht die Mutter alles Überlebens!

Es war klar, daß ich vor jedem Umgang mit diesem Prüfsystem wissen mußte, ob der Stecker in der Steckdose ist oder nicht, weil sonst die Gefahr eines Stromschlags besteht. Diesbezüglich war ich extrem vorsichtig.

 

Hier ist ein sehr schön gezeichneter “Klemmenbeleg” für solch einen Münz-Automaten:

 

Wie man erkennt, ist sowohl auf der Nr.2 (für die Elektronik) als auch auf der Nr.4 (für das Relais, sprich den Schalter) der stromführende Leiter angeschlossen. Da ich bei meinem Prüfverfahren eine Steckdose als Anschluß benutzte, mußte ich darauf achten, daß der Stecker so in die Steckdose gesteckt war, daß auch tatsächlich die schwarze Ader der stromführende Leiter war und nicht die blaue Ader meines Kabels zur Steckdose. Denn ist die blaue Ader stromführend, so hat ja die Nr.4 keinen Strom für den Schalter, folglich erhält der Verbraucher keinen zeitgesteuerten Strom durch Nr.5 sondern hat Dauerstrom durch die blaue Ader, womit er aber nix anfangen kann, da ihm jetzt der Nullleiter fehlt.

 

Hier ist die Verkabelung ohne Prüflampe zu sehen. Sie ist ausreichend für eine schnelle Prüfung mit dem Stromprüfer-Schraubendreher, den man an die letzte freie Stelle (Nr.5) hält, um festzustellen, ob Strom kommt und ob er auch wieder abgebrochen wird nach dem angegebenen Zeitintervall - wenn man eine Münze eingeworfen hat. Die braune Ader unten kommt aus dem Kabel von der Steckdose. Die beiden schwarzen Drähte, die mit der braunen Ader in der grünen Klemme verbunden sind, verteilen den Strom von dem kleinen grünen Klemmverteiler nach Nr.2 und Nr.4. - Die Prüflampe (siehe Bild oben) hätte zwei Adern: eine blaue und eine braune. Die braune würde dann mit Nr.5 verbunden und die blaue mit den beiden anderen Adern in der blauen Klemme links (siehe nochmals das Bild oben).

 

Den Stromprüfer mit der Schraubendreher-Spitze vorne vorsichtig (z.B. auf sonstige stromführende Teile genau achtend, um sie nicht mit der Hand zu berühren!) an das möglicherweise stromführende Teil halten (z.B. auf eine der beiden Schrauben von Nr.5 oder in eines der Löcher einer Steckdose).Wenn man dabei rechts den Finger auf die rote Kappe hält und den darin befindlichen Metallstift runterdrückt,  erkennt man in dem kleinen Fenster unterhalb der roten Kappe, ob Strom da ist oder nicht, da bei Strom ein Lämpchen leuchtet.

 

 

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Sonstige nützliche Elektrowerkzeuge für das obige Prüfverfahren:

 

 

Kombizange für alles mögliche, Seitenschneider, um Kabel und Drähte durchzuschneiden, Elektrozange, um Drähte an schwer zugänglichen Stellen zu handeln. - Man beachte die typische Schutzummantelung für Elektrowerkzeuge. Sie hat sicher schon Manchem das Leben gerettet!

 

 

Kabelmesser: zum Abtrennen der äußeren Kabelummantelung (siehe Fotos weiter unten). Das Messer soll sehr stabil sein, und darf außerdem nicht besonders scharf sein.

 

 

Abisolierzange. Mit ihr werden die Kunststoff-Isolierungen an den Aderenden in der Regel ca. 8 mm lang abgedreht. Mit Hilfe der Stellschraube (das Messingteil) kann man die Größe des Loches auf eine feste Größe einstellen, das sich nach der Drahtdicke zu richten hat. (siehe Fotos weiter unten).

 

 

Diese fix und fertig verdrahtete praktische Birnenfassung wurde für die Prüflampe verwendet:

 

 

Für den abisolierten Litzendraht (von flexiblen Kabeln, wie z.B. mein Kabel vom Münzautomat zur Steckdose) verwendet man Aderendhülsen (siehe Fotos weiter unten). Sie sind heutzutage Pflicht für den Elektroinstallateur, wenn er z.B. Lampenzuleitungen in Lüsterklemmen verdrahtet. Außerdem sind sie extrem praktisch. Es gibt sie je nach Querschnitt des Leiters in Größen zwischen 0,5 und 2,5 mm².

 

 

Elektroklemmen sind (neben Lüsterklemmen) das Hauptmittel zum Stromverteilen. Mehrere abisolierte Aderenden - z.B. blauer Leitungen (vgl. Foto oben) - werden hier von einer Seite zusammen hineingesteckt und dann wird die obere Schraube möglichst fest angezogen, damit die Verbindung der Drähte miteinander wirklich ultrastabil ist. Das sollte man immer sofort nachkontrollieren! Ansonsten wundert man sich, warum irgendwas nicht funktioniert wie es sollte. (Ganz abgesehen von sonstigen Problemen, die dadurch entstehen können).

 

 

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Hier sollen noch einige typische Elektro-Handgriffe mit obigem Werkzeug genauer dargelegt werden:

 

1. Kabel enthäuten mit dem Kabelmesser:

 

Vorsichtig die Kabelummantelung ringsum einritzen - die inneren Adern und deren Kunsstoffummantelung dürfen nicht verletzt werden..

 

 

Jetzt nach und nach das Kabel um die Einschnittstelle biegen und evtl. ab und zu mit dem Messer vorsichtig nachhelfen, damit die Ummantelung durchbricht.

 

Es ist geschafft. Unter dem Kunsstoffmantel befindet sich noch eine nicht sehr konsistente Schutzschicht, die sich relativ leicht mit den Fingern entfernen läßt.

 

 

 

 

2. Adern abisolieren mit der Abisolierzange

 

 

 

 

3. Aderendhülsen anbringen

 

Die Dicke der Litzen-Ader erfordert hier in diesem Fall eine Aderendhülse von dem Querschnitt 1,5². Falls die Aderendhülse zu dünn ist, geht sie eben nicht über die Litzen. Daß sie wirklich gut darüber geht, die Litzen also tief drin sitzen, darauf sollte man genau achten.

 

Hier sieht man, daß die Litzen bis vorne beim Ende des Hülsenmetalls ankommen. Das ist ein guter Wert. Mit der Kombi-Zange wird schließlich das Hülsenmetall zusammengequetscht. Am Besten zweimal, beim zweiten Mal die vordere Hälfte etwas verdreht zur ersten Quetsch-Ebene.

 

 

 

 

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